Stadtpfarrkirche St. Ulrich

Geschichte

Pfarrkirche St. Ulrich

Mitte des 12. Jh.: Erster Kirchenbau. Romanische rechteckige Saalkirche mit kreisförmiger Apsis. Teil der Westwand und Nordwand und zwei freigelegte romanische Fenster in der heutigen Kirche vorhanden.

Ende 13. Jh.: Verlängerung des Kirchenschiffes nach Osten.

Nach 1336: Gotischer Um- und Wiederaufbau nach Kriegszerstörung. Verbreiterung um 2m nach Süden. Verlängerung durch einen zweijochigen Chor mit 5/8 Schluß. Frühgotische Grabkapelle (Kreuzkapelle) an der Kirchennordwand.

15. Jh.: Weitere gotische Kirchenausstattung. Errichtung des gotischen Turmes.

Zweite Hälfte des 16. Jh. bis um etwa 1620: Protestantische Periode der Pfarrkirche.

Mitte 17 Jh.: Zubau der Sakristeien und der Beichtkapelle.

1675: Barocke Einwölbung des Kirchenschiffes (bis dahin flache Holzdecke).

1739: Wiederaufbau des Turmes nach Brand durch Blitzschlag.

1783/84: Erweiterung des Kircheninventares durch Bilder und Orgel aus dem aufgelassenen Kapuzinerkloster. Verlegung des um die Kirche gelegenen Friedhofes in den Bereich des heutigen Koliskoparks.

1823-1838: Umgestaltung durch Pfarrer J. Strauß. Zerstörung der gotischen Einrichtung (Kanzel, Hochaltar, Orgelempore). Neuer Hochaltar mit großem Barockkreuz samt Korpus, 2 neue Seitenaltäre, neue Kanzel. Anhebung des Fußbodenniveaus um 65 cm durch Kulturschutt, gotische Pfeilerfundamente überdeckt.

Mutter Anna und Maria
Anna und Maria

1876: Die barocke Zwiebelkuppel des Turmes wird durch ein Pyramidendach ersetzt.

1908: Errichtung des neugotischen Hochaltares.

1958: Außenrenovierung, Zerstörung des spätgotischen Freskos „Christus als Weltenrichter“ an der südl. Apsisaußenseite.

1961: Neue Kirchenorgel durch Orgelbauer Hradetzky aus Krems. Größte mechanische Orgel des Weinviertels. Mechanisches Schleifladenwerk mit 33 Registern.

1975/77: Kleine Innenrenovierung, Errichtung eines steinernen Volksaltares, Entfernung des Chorgestühls.

1993/94: Umfassende Innenrenovierung. Zahlreiche Gräberfunde (Jungsteinzeit B 1. Jh., C 12-17. Jh.). Freilegung des ursprünglichen Gruftzuganges. Bodenabsenkung um 65 cm auf ursprüngl. Niveau. Erneuerung des Haupttores, des Fußbodens (Stufen aus Wachauer Marmor), des Volksaltares und des Ambos (aus Adneter Marmor). Restaurierung der Inneneinrichtung und der Orgel. Marienstatue (Kopie der „Gnadendorfer Madonna“, Anfang 16. Jh.). In der Kreuzkapelle Wiedereröffnung des frühgotischen Fensters.

Neueinrichtung der Sakristei.

2008: der Eingangsbereich mit dem Schriftenstand wurde neu gestaltet.

November 2010: Statue von Mutter Anna mit Maria (1738) im Eingangsbereich aufgestellt.

Tagsüber ist die Pfarrkirche immer offen.

Blick zum Hochaltar, Statue des hl. Ulrich, Blick von vorne zur Orgel.

Marienstatue am Hochaltar und neben dem Ambo, Gileis-Grab. Ganz rechts: Kreuzkapelle.

Fotos von Erich Seher und Herwig Reidlinger zum Vergrößern bitte anklicken.