
Die Gartenstadtkirche Maria, Hilfe der Christen geweiht, begeht ihren Weihetag am 28. Mai,
und am 15. August, Maria Himmelfahrt, wird das Feiertagsevangelium im großen Glasfenster auch optisch verkündet.
Ihr spirituelles Hochfest feiert die Gartenstadtkirche aber ganz ohne Zweifel bei der Osternachtfeier am frühen Morgen des Ostersonntag, wenn die aufgehende Sonne allmählich Farbe um Farbe in dieses Bild setzt, bis es nach etwa zwei Stunden in vollem Licht steht.
Niemand kann sich der Faszination dieser monumentalen Darstellung entziehen. Modern in der Gestaltung, ausgewogen in der Komposition, harmonisch in der Farbgebung und zeitlos kraftvoll in der Bildsprache schildert es die dramatische Vision aus der Geheimen Offenbarung 11,19 bis 12,4: links oben die Gottesmutter mit dem Kind, umgeben von der Sonne, unter den Füßen der Mond. Ein mächtiger Blitz schlägt vernichtend gegen den großen, feuerroten Drachen, der am Himmel erschienen war und mit seinem Schwanz ein Drittel der Sterne hinweg fegte.
Das 50 m² große Altarbild ist ein Kunstwerk des Wiener Malers Prof. Franz Deéd, der besonders durch zahlreiche Arbeiten in Kirchen in Österreich und Ungarn bekannt gewordenen ist. Er hat in der Gartenstadtkirche auch das Mosaik neben der Taufkapelle, den Kreuzweg sowie die Glasfenster in der Wochentagskapelle und im Vorraum gestaltet.
An der Außenseite der 1972 geweihten Kirche kündet das vom Weinviertler Künstler Prof. Hermann Bauch geschaffene Mosaik von der modernen Zeichen- und Formensprache des Bauwerkes. Es grüßt die zum späteren 10-Uhr-Termin berufenen MessbesucherInnen aus weiten Teilen der Gemeinde ebenso wie alle BewohnerInnen der Gartenstadt, denen diese Kirche geistliches Zentrum und identitätsstiftendes Wahrzeichen ist.