Werkbeschreibung der „Spatzenmesse“ von Wolfgang A. Mozart

Die Missa brevis in C (KV 220) „Spatzenmesse” von Wolfgang A. Mozart (1756 - 1791) wurde am 7. April 1776 im Salzburger Dom erstmals aufgeführt. Die Messe musste nach dem Wunsch des damaligen Salzburger Erzbischofs, Graf Coloredo, „brevis” d. h. „kurz” sein. Mozart verzichtete daher auf weitgehend auf Wiederholungen. Statt großangelegter Fugen kommen mehrmals kurze, echoartige Antworten desselben Textes vor.

Im Kyrie und Sanctus setzt der Komponist keine Solisten ein. Typisch für diese Messe sind häufige Synkopen. (Durch eine Pause werden unbetonte Schläge betont.) Beim Sanctus z. B. setzt der Chor erst nach einer Viertelpause ein. Im Takt 8 hört man vor dem „pleni sunt coeli” ein Beigleitmotiv der Violinen, das an das Zwitschern der Spatzen erinnert. Daher der Beiname „Spatzenmesse”.

Am Schluss des Agnus Dei beim „dona nobis pacem” im Takt 57 wiederholt Mozart die Melodie des Kyrie, das ganz am Beginn erklungen war.

Wegen der volkstümlichen Melodik zählt die „Spatzenmesse” zu den beliebtesten Messen Mozarts.