Kapelle „Zur heiligen Familie“ in Mariathal

Mariathal

Die ursprüngliche, heute nicht mehr bestehende Kapelle, wurde 1759 vom hiesigen Postmeister Eberl südöstlich des Ortes erbaut. Sie diente zum Beten des Rosenkranzes und war ohne Vermögen. 1856 wurde der Turm auf Kosten der Gemeinde neu hergestellt und mit Blech gedeckt.

1866 wurde die Kapelle zur Gänze durch einen Orkan (Mündliche Überlieferungen berichten von einem Feuer.) zerstört, sodass sie 1867 im Ort neu aufgebaut werden musste. Diese neue Kapelle wurde als schlichter Bau mit Dreiseitschluss und Dachreiter, nach Süden orientiert errichtet. Der Grundstein wurde hinter dem Altar gelegt und geweiht, er wurde mit Münzen und einer Schrift versehen.

Die Sakristei befindet sich südlich, die Fassade weist eine Putzgliederung mit seitlichen Flachbogenfenstern auf, das Altarbild, die heilige Familie darstellend, wurde neu gemacht.

Links vom Altar befindet sich eine Schnitzgruppe, sie stellt Anna, Maria das Lesen lehrend, dar und stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Herrschaft Schönborn spendete das Bauholz und die Ziegel für die Neuerrichtung der Kapelle, als Gegenleistung musste Mariathal das Nutzungsrecht an einem Waldanteil abgeben. Zum damaligen Zeitpunkt gab es einmal jährlich eine Bittprozession mit heiliger Messe.

Am 20. Oktober 1868 wurde diese neue Kapelle gesegnet.

1955 wurden die Filialkirchen neu belebt, es wurden monatlich Sonntagsgottesdienste gefeiert.

Am 2. 11. 1969 wurde die Kapelle nach einer Innen- und Außenrenovierung von Dechant Österreicher gesegnet.

Von 1975 bis 1995 zelebrierte Pater Wolfgang Traunmüller jeweils am Montag eine Wochentagsmesse, im Monat Mai fand zusätzlich eine Maiandacht statt, im Monat Oktober ein Rosenkranzgebet.

Seit einigen Jahren feiert die Mariathaler Bevölkerung mit einem Priester am Freitagabend eine Filialmesse, an den Bitttagen findet alljährlich eine Bittprozession durch die Fluren Mariathals statt.

Nach der letzten Renovierung wurde die Kapelle im Juni 2005 feierlich von Stadtpfarrer Mag. Franz Pfeifer gesegnet.