Orgelweihe durch Kardinal Christoph Schönborn

Orgelweihe 2011

Am Sonntag, dem 11. September 2011, wurde die große Hradetzy-Orgel im Rahmen eines Pontifikalamts von Seiner Eminenz Dr. Christoph Kardinal Schönborn geweiht.

Das Instrument aus dem Jahre 1961 stammt von Gregor Hradetzky und hat 33 Register auf 3 Manualen. Am Dienstag nach Pfingsten konnte Orgelbaumeister Christoph Allgäuer mit den Arbeiten beginnen. Im Zuge der Renovierung wurden unter anderem sämtliche Pfeifen gereinigt, die Windanlage mit einem neuen Gebläse ausgestattet sowie die Spiel- und Registertraktur überarbeitet. Kernstück der neu renovierten Hradetzky-Orgel ist eine elektronische Setzeranlage der Firma Rieger, die individuelle Möglichkeiten der Speicherung für die Liturgie und den Konzertbetrieb bietet. Komplexe Registriervorgänge sind nun per Knopfdruck abrufbar. Dies bedeutet eine Aufwertung des Instruments um 100 Prozent.

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Die Festmesse wurde musikalisch von einem Bläserquartett der Stadtmusikkapelle Hollabrunn unter der Leitung von Dr. Hubert Strenn gestaltet, an der Querflöte Lisa Hartl und Mag. Thomas Priester an der Orgel. Nach der Orgelweihe, die Kardinal Schönborn auf der Orgelempore vornahm, erklang zum ersten Mal die neu renovierte Orgel, die Thomas Priester mit einem eigens komponierten Stück für die Orgelweihe, der „Toccata Gloria”, glanzvoll zum Klingen brachte. Der ebenso eigens zum Fest komponierte Antwortpsalm und der Halleluja-Vers wurden durch Kantor Bernhard Hörmann exzellent vorgetragen.

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In seiner Predigt ging Kardinal Schönborn, passend zum Evangelium (Schuld, Vergebung und Barmherzigkeit), auch auf die aktuelle Wirtschaftskrise und Finanzsituation in Osterreich ein. Er wies darauf hin, dass man bereits viele Jahre lang über die Maßen gelebt habe. Weiters sprach er, wie schon so oft, die Bedeutung des allgemeinen Priestertums an und erinnerte damit an das große Projekt „Apostelgeschichte 2010”.

Nach dem Lied zur Gabenbereitung spielte Erich Seher eine Eigenkomposition, sein Bruder, Martin Seher, gestaltete den Beginn der Kommunion musikalisch an der Orgel.

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Vor dem bischöflichen Segen wurde neben Orgelbaumeister Christoph Allgäuer auch den Hollabrunner Organisten Gertrude Auer, Irmgard Peichel, Erich und Martin Seher sowie Thomas Priester fur Ihren unermüdlichen Einsatz gedankt. Beim darauf folgenden feierlich gesungenem „Te Deum” sowie dem abschließenden Gruß an die Gottesmutter Maria klangen Orgel und Gesang harmonisch vereint.

Das Postludium, wieder eine Eigenkomposition von Thomas Priester, bildete den glanzvollen Abschluss der wurdigen Liturgie und zeigte noch einmal die klanglichen und spieltechnischen Möglichkeiten des Instruments auf.

Weingut Bannert

Nach der Festmesse waren alle Anwesenden zur Agape, organisiert von der Katholischen Männerbewegung, vor dem Pfarrzentrum geladen. Der bekannte Winzer Manfred Bannert aus Obermarkersdorf stellte seine erstklassigen Weine kostenlos zur Verfugung. Im Rahmen der Agape hatten die Messbesucher die Möglichkeit, auch das eine oder andere Wort mit Kardinal Schönborn zu wechseln.

Bericht von Thomas Priester. Fotos von Erich Seher zum Vergrößern bitte anklicken.